Dem deutschen Dienst beim französischen Auslandsradio RFI wird in
einer Woche endgültig der Ton abgedreht. Neben dem deutschen würden
am 19. Dezember auch das polnische, albanische und laotische
Programm eingestellt, teilte der Sender am Donnerstag mit. Bis das
deutsche, polnische und laotische Programm dann "endgültig" nicht
mehr ausgestrahlt würden, seien sie noch über das Internet zu
empfangen; für das albanische Programm sei aber schon kommende Woche
ganz Schluss.
Radio France International hatte im Januar einen Sparplan
vorgelegt, um 206 von rund tausend Stellen zu streichen - der Plan
löste einen mehrmonatigen Streik bei dem öffentlich-rechtlichen
Sender aus. Im Mai protestierte die deutsche Redaktion bei
Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) und Frankreichs Staatschef
Nicolas Sarkozy gegen das geplante Aus.
RFI arbeitet ähnlich wie die Deutsche Welle. Der Auslandssender,
der sich zu 95 Prozent aus Rundfunkgebühren und staatlichen
Zuschüssen finanziert, hatte vergangenes Jahr einen Verlust von neun
Millionen Euro eingefahren. Nach Plänen der französischen Regierung
soll er unter dem Dach einer Holding künftig mit dem
Fernseh-Nachrichtensender France 24 und dem Auslandsfernsehen
TV5Monde zusammenarbeiten.